Von Sami in die Wreck Bay & nach Agios Nikolaos

Wir nützen die Nähe zu den Lokalen an der Mole von Sami und trinken erst mal "Café fredo". Mene ist ganz begeistert von dem kleinen Städtchen und könnte sich vorstellen, für ein paar Tage hier zu bleiben. In der ersten Reihe bekommt man ja auch einiges geboten. Da gibts Typen, die ihre Morgendusche gerne mit allen anderen teilen.


Aktuell haben wir 3 Wetten laufen - Wettgegner bei allen sind Sissi & Mene - Einsatz ist (wie könnte es anders sein?) Kaffee:

  1. Olivenölverbrauch - Sissi wettet, dass von dem halben Liter am Ende des Törns noch etwas übrig ist. Mene wettet dagegen.
  2. Serviettenverbrauch - Mene wettet, dass wir alle 100 Stk. aufbrauchen werden. Sissi wettet dagegen.
  3. Bierverbrauch - Mene wettet, dass von den 72 Dosen jede Menge überbleiben wird. Sissi wettet dagegen.
Nachdem es um Verbrauch geht, kann das Wettgeschehen durch geschickte Taktik natürlich subtil beeinflusst werden. Mene setzt alle möglichen Tricks ein. Z.B. Da und dort ein Löfferl Olivenöl mehr in den Salat, oder die "unschuldig" gestellte Frage: "Trinkt Ihr gar keinen Whisky?" Ganz offensichtlich wird sein Ansinnen, als er mit einem (aus seiner privaten Kasse bezahlten) Serviettenhalter an Bord ankommt. Ab diesem Zeitpunkt stehen die Servietten immer im Cockpit um den Verbrauch deutlich zu steigern. Die Crew wird manipuliert - Marcel benützt die Serviette sogar als Taschentuch. Mal sehen, was die Wettkampfrichter dazu sagen.

Mene mit Unschuldsmiene und neuem Serviettenhalter

Leider haben wir wenig Wind und deshalb kommt unser Autopilot zum Einsatz. Wir haben den Garmin Plotter schon fast im Griff und programmieren die Route gekonnt. Dieser Plotter ist auch mit einer AIS Erkennung ausgestattet und zeigt uns die CPA (Closest Point of Approach) und die TCPA (Time to closest Point of Approach) an. Vor uns kreuzt eine Fähre und plötzlich wird die Kennung rot (statt grün). CPA ist 600 m. Unser Skipper nimmt das gelassen, Marcel würde gerne eine kleine Kurskorrektur vornehmen. Jetzt zeigt sich, das die Routenlegung in Kombination mit dem Autopiloten durchaus ihre Tücken hat. Es gelingt uns leider nicht, die programmierte Route nach dieser Korrektur von der derzeitigen Position wieder zu starten. Wir können gar nicht so schnell schauen, da legen wir auch schon zwei gekonnte Pirouetten mit 6 kn Geschwindigkeit hin. Zwei deshalb, weil es uns nicht gelingt diese Action mit Standby zu stoppen. Menes Kommentar: "Bei so vielen Skippern an Bord darf das eigentlich nicht passieren, oder?". Dieses Manöver bekommt natürlich einen besonderen Namen: "Das war ein doppelter Roland!" (Erklärungen dazu bitte direkt von Roland P. einholen).



Um 15.49 erreichen wir die Wreck Bay und gehen für einen Badestopp vor Anker. Das Wasser ist wirklich so türkis, wie es in allen Reiseführern beschrieben ist. Wir ankern mit einem gehörigen Sicherheitsabstand zum Strand und können daher ein wenig "Sportschwimmen" bis an Land betreiben. Willi findet ein Kapperl und bringt seine Beute sicher an Bord. Als er dann mit einer Ente verglichen wird, tut er so als ob es Marcel gewesen wäre. Die Bucht ist wirklich malerisch schön und die Ausflugsboote halten sich in Grenzen. Es gelingt uns sogar, das Wrack mal nahezu ohne Touristen zu fotografieren.

Das ist der Beweis - Marcel kann nicht die Ente sein


Um 19.25 legen wir dann in Agios Nikolaos im Nordosten von Zakynthos an. Costas nimmt uns in Empfang und verspricht nahezu alles "for free". So kommt es, dass Mene & Skipper Rupic ein Hotelzimmer nur zum Duschen nützen können. Irgendwie fällt auf, dass Mene immer mit dem Skipper duschen geht. Ob das ein Versuch ist sein Schleimer-Ranking zu verbessern, kann nicht eindeutig festgestellt werden. Wir essen in einem kleinen Restaurant direkt am Wasser und beginnen die Route für den nächsten Tag zu besprechen. Buchteln steht auf dem Programm. Die wichtigsten Fragen dazu sind natürlich: "Was werden wir da essen?"  "Wo werden wir da duschen & S....?" Diese Fragen bewegen so sehr, dass sich eine lebhafte Diskussion (die zu später Stunde vielleicht nicht mehr ganz erst genommen werden sollte) entsteht. Auf jeden Fall ist eines klar: Wenn wir Nudeln kochen, dann nur in Spaghetti-Form und ja nicht zu wenig. Die nächste Wette steht an:

       4. Marcel wettet, dass 1 kg Spaghetti auf jeden Fall aufgegessen wird und nix übrig bleibt.
           Mene wettet dagegen.

Unser Restaurant am Strand

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Crewliste