Ponyhof-Törn, Reparatur-Abenteuer oder Einschleim-Wettbewerb?
Wir gehen es gemütlich an, frühstücken an Bord und legen um 10.47 von Syvota ab. Das Meer ist ruhig, wir haben kaum Wind und daher genügend Zeit die Gruppendynamik an Bord zu beobachten. Marcel erzählt, dass der Rolle Skipper immer eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird und sich Crewmitglieder durch zuvorkommendes Verhalten besonders hervortun möchten. Bei seinem ersten Törn haben sich angeblich alle darum gestritten, ihm Kaffee machen zu dürfen. Skipper Rupic meint, dass er noch ein wenig mehr an Zuwendung vertragen könnte. Also bemühen wir uns alle redlich, das zu erfüllen. Alle bis auf einen -> Mene. Er startet den Wettbewerb gleich mal mit einem deutlichen Minus, weil er Marcel anstelle von Rupert hofiert. Da hat er wohl was verwechselt.
| Mene in Skipper-Huldigungs-Pose |
Unser erster Badestopp ist die One House Bay auf Atakos. Sie hat den Namen deshalb, weil nur ein Haus darauf gebaut wurde - originell. Das Wasser ist wunderbar und wir werfen uns in die Fluten.
Der nächste Badestopp ist Pera Pigadi, eine der schönsten Ankerbuchten in diesem Revier an der Südostseite Ithakas. Der Kontrast von sattem Grün und dem blauen Meer ist sehr entspannend.
Rupert will gerade die Badeleiter ins Wasser lassen, da bemerkt er, dass eine Schraube fehlt und wir drauf und dran sind, den unteren Teil der Leiter zu verlieren. Die Schrauben auf der 2017 zugelassenen Bavaria sind wirklich eine "Billigsdorfer-Version" - das haben wir schon bemerkt, als wir die Jalousien unter Deck aus der Verankerung gerissen haben. Wenn wir schon dabei sind, dann versuchen wir auch gleich das Fock-Fall neu zu spannen. Leider mit mäßigen Erfolg. Die Reparatur-Leidenschaft bricht aus und jeder von uns versucht sich (um Eindruck beim Skipper zu schinden) hilfreich einzubringen. Wir ersetzten die fehlende Mutter der Badeleiter mit einem Kabelbinder. Willi orientiert sich da ein bißchen zu viel an der Manneskraft von Mene und reißt einen (von den zwei vorhandenen) Kabelbindern gleich wieder ab. Schließlich schaffen wir es doch, die Badeleiter mit Notbehelfen wieder einsatzbereit zu bekommen.
| Willi & Mene - vereinte Manneskraft |
| Arbeit am Fall ... |
| ... unter strenger Kontrolle des Skippers |
Nach diesem intensiven Einsatz steuern wir unser letztes Ziel für heute an -> Sami auf Kefalonia. Wir erreichen den Stadthafen um 19.45 und wundern uns über die vielen freien Plätze direkt an der Mole. Wir bringen den Anker aus und haben schon eine bestimmte Taverne im Visier, als uns der "engagierte" Marinero unter lautstarkem Geschrei ohne dass wir es wollen "hilft". Am Ende dieses Manövers liegt unser Anker nicht im Rechten Winkel zur Mole und wir vor einen anderen Lokal - was solls - ist egal :-).
Das Einschleim-Ranking des Tages ist DAS Thema beim Manöverschluck. Wer ist die oder der Führende? Unser Skipper Rupert will sich da nicht so wirklich festlegen. Er lässt uns nur wissen, wer ganz hinten ist -> Mene. Der nimmt's gelassen: "Ich warte einfach drauf, dass die Anderen zurückfallen." Klingt nach alter türkischer Weisheit.
| Die Fata Morgana im Abendlicht |


Na hoffentlich ist das die einzige "locker" Schraube an Bord :). Ich könnte ja vis á vis zum Hornbach gehen und Euch einiges an Material besorgen/schicken. Bitte um Angabe der genauen Postadresse **grns.
AntwortenLöschen@Mene, mein Vertreter der Charakterstärke: bleib standhaft, schleimen hat sich noch nie bezahlt gemacht.
Danke Werner...
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