Meganisi, Risotto und schon wieder Wetten ...

Was haben die gemeinsam? Eigentlich nix - außer, dass sie heute besonders diskutiert werden. Es beginnt schon in der Früh in Kalamos, als die Küche gestehen muss nur 1/2 kg Reis für Risotto eingekauft zu haben. "So gehts nicht", meint unser Senior Skipic Marcel und er begleitet den von der Spaghetti-Wette verunsicherten Mene in den "besten Laden am Platz". Dieses Erlebnis inmitten vergammelter Waren und heillosem Chaos in der Buchhaltung des "Unternehmers" ist schon die erste Diskussion über die Geschäftstüchtigkeit der Griechen wert. In der Zwischenzeit kämpfen Willic und Rupic um den Zugang zum Wasserschlauch. Sissi & Gabi beobachten das Treiben direkt aus dem Lokal mit einem Café fredo.

Kalamos schläft noch - wir befolgen die Aufträge unserer Skipper  (Skipic, Rupic, Willic)
Natur setzt sich immer durch

Endlich haben wir alles geschafft und schon machen wir uns auf den Weg zu unserem heutigen Ziel Meganisi. Diese Insel hat jede Menge malerische Buchten und Ankerplätze. Es ist gar nicht so einfach, sich auf eine Bucht zu einigen. Als wir in die Nähe von Meganisi kommen bemerken wir, dass andere Yachten das selbe vorhaben. Wir versuchen unsere Fahrt (Geschwindigkeit) mit einem waghalsigen Segelmanöver zu steigern. Mit heißen 4 Knoten rauschen wir auf die auserwählte Bucht zu. Unser Plotter zeigt uns mal wieder an, dass wir schon über Felsen segeln, aber das sind wir ja mittlerweile gewöhnt.

Die Crew ist jederzeit einsatzbereit :-)
Endlich können wir Segel setzen
Unsere Flagge der österreichischen Kriegsmarine

Wir ankern in der Abelike Bucht und sind ein wenig enttäuscht, dass wir hier nicht ganz alleine sind. Vielleicht liegt unsere Unruhe aber auch daran, dass wir heute nur 13 SM zurückgelegt haben und schon um 12.10 ankern. Zu wenig Action, die nächste Wette muss her. Was bietet sich besser an, als die Entfernung zum Ufer zu schätzen? Mene verlässt sich auf sein geschultes Auge und tippt auf 35 m. Willi hält dagegen. Wirklich lustig ist dann die Vermessung der Distanz. Eine Leine wird mit einem Knoten markiert und Mene springt als "Leinenschwimmer" in die Fluten. Schon beim Auftauchen bemerkt er, dass er sich knapp verschätzt hat: Die tatsächliche Distanz zum Ufer beträgt 65 Meter.

Topp die Wette gilt - beide sind noch siegessicher
Mene ahnt schon was
And the winner is ... Willic

Es ist heiß, das Wasser ist wunderbar und in unserer unmittelbaren Nähe am Strand sind Tavernen und ein Wanderweg in die nächste Bucht. Da ist für jedes Crewmitglied etwas dabei: Gabi & Marcel lassen sich mit dem Dinghi absetzen und gehen wandern, Willi, Mene & Sissi treffen sich in der Taverne am Strand und unser Skipper Rupic relaxt an Bord. Schön langsam beginnen wir die Bucht zu lieben.



Abendessen gibt es heute an Bord und unser Ex-Skipic Marcel kocht Risotto. Das ist gar nicht so leicht, weil durch den "Reis-Nach-Kauf" zwei unterschiedliche Reisarten mit wahrscheinlich unterschiedlicher Garzeit zu einem Gericht werden sollen. Es gelingt nicht ganz, was von der Crew zuerst sehr vorsichtig und dann von Mene etwas deutlicher angesprochen wird: "Im Restaurant würde ich es zurückschicken". Mene wittert eine neue Wett-Chance und legt sogleich los: "Ich wette, dass der Topf heute nicht ausgegessen wird." Wieder einmal schlägt die hungrige Crew zu, vielleicht deshalb, weil der Reis in den unteren Schichten mittlerweile schon weicher geworden ist. Mene verliert und ist unser Mister Risotto. Er klagt zwar nicht weil er verloren hat, spricht aber den ganzen Abend über Flatulenzen :-). Dieses Risotto braucht Bewegung und so machen wir uns mit Dinghi und zu Fuß auf in die nächste Bucht Fathy. Wir spazieren in der Marina, besuchen eine Bar und lassen den Abend dann bei der kleinen Taverne in unserer Bucht ausklingen.

Unsere Bucht in der Dämmerung


Die Dinghifahrt zurück zu unserem Boot hat einiges zu bieten. Zuerst findet der EliteTrupp (Rupic, Willic und Menic) nicht zum Boot, dann leuchten ihnen die steirischen Nudisten vom Nachbarboot den Weg nach Hause und als Willi die steirische Crew freundlich mit "Des san de Nockabazln" begrüsst, fällt der Motor wegen Treibstoffmangel aus. Gabi, Sissi und Marcel müssen also warten, bis   der Elitetrupp die Rudereinheit zur Fata Morgana und das Nachtanken erledigt haben. Spezialisten leisten einfach mehr :-).



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